Unser Besuch auf der Giardina 14 – das sind die europäischen Garten-Trends

Für uns als Firma, die sich seit mehreren Generationen mit Gartengestaltung und dem Bau von Gärten beschäftigt, stand ein wichtiger Termin an: der Besuch der Giardina in Zürich. Darüber wollen wir nun ausführlicher berichten, und über neue Trends weiter unten.

Neben der Chelsea Flower Show und unseren Bundes- wie Landesgartenschauen ist die Giardina eine wichtige Leistungsschau, ein Branchentreffpunkt von Gartenvisionären und von Praktikern, Herstellern und von Gartengenießern. Von hier nimmt man sich ganz viel für zu Hause mit, tauscht sich aus, sieht Dinge ganz neu und geht mit besonderem Elan in die neue Saison. So ist das auch bei uns. Wir alle haben in den letzten zehn Jahren miterlebt, daß Design in Gärten, auf Terrassen und Wohnbalkonen massiv Einzug hielt. Ganz neue Welten entstanden bei der Aussenmöblierung, bei Bodenoberflächen und Weggestaltungen, Pflanzgefässen und Beleuchtungssystemen. Zahlreiche Inspirationen kamen aus dem puristischen Japangarten, viele andere aus der detailverliebten englischen Gartenkultur. Kaum ein Element wurde noch dem Zufall überlassen, selbst im sogenannten Naturgarten.

Die Lust an der Gestaltung und am gepflegten Detail brachte auch ein starkes grafisches Element in die persönlichen Aussenräume. Diese Entwicklung erlebte ihren Höhepunkt in dem Moment, als der Außenraum restlos durchdesignt war – praktisch als nahtlose Erweiterung des Wohnraums. In den letzten Jahren ist ein Trendwende zu beobachten. Gärten und Terrassen haben sich zwar als aufwändig gestaltete und vielfältig erlebbare Außenräume etabliert, doch der Wunsch nach Sinnlichkeit und Begegnung mit der Natur steht wieder stärker im Vordergrund.

Auch Herkunft und lokale Verwurzelung sind im privaten Außenraum wieder wichtig. Das merken wir besonders. Zunehmend werden ganz bewusst einheimische Pflanzen gewählt, auch Naturstein und Holz aus regionaler Produktion sind gefragt. Die persönliche Note bei der Gestaltung und Anpflanzung ist das Schlüsselelement, das den Kundinnen und Kunden heute wichtig ist. Für die Stil-Vielfalt, die sich daraus ergibt, ist die Giardina seit Jahren die wichtigste Bühne und Inspirationsquelle. Sie ist in ihrer Art weltweit einmalig. Auffallend ist hier die Qualität der Ausstellungsgärten, gebaut oft im Wert eines Oberklassewagens. Und die Art der Ausführung, wie wir es auch tun würden. Übrigens: Zwei herausragende Themen waren die Terrasse und das Aussen-Bad (!). Hier nun unsere Beobachtungen im Schnelldurchlauf (man beachte auch unsere Bildergaleri weiter unten):

Trendbericht

- Element Wasser: Kommt seit einigen Jahren in jeder Form vor, aufwändig, technisch raffiniert, auch viel in Bewegung. Es plätschert, reflektiert, alles fließt - Pantha rei. In Wasserbecken, Schalen, Teichen, Wasserspielen. Licht - auch farbiges - bringt abendliche Dramatik oder Farb-Poesie mit hinein.

- Element Feuer: Feuerstellen sind elementar. Ob Grill, Flammenstrahler, Feuerschale, Terrassenofen, als punktuelle Illumination, als wärmendes Licht oder lebendige Beleuchtung. Hier sind Ideen und alltagstaugliche Umsetzung gefragt.

- Element Holz: In jeder Form kommt es daher - grob behauen, in fließender Form, glatt, geborsten, gekalkt, künstlich gealtert, konserviert für Jahrhunderte. Nicht nur als Hight-Tech oder Low-Tech-Dielen oder als Zaun und Sichtschutz. Kaminholz wird flächig zum Dekoelement. Massive Bohlen und schwere Planken sehen wir, Gartentische XXL mit Bank. Der Weidenflechtzaun kommt wieder und Holz für Einfassungen, für das Hochbeet und in Form einer Tonnensauna. Gesehen haben wir auch urbane Fahrradhütten in bester Qualität, klassische Blockbohlensaunen und alles eine Spur größer und individuell, eben nicht vom Baumarkt oder 08/15. Das war ganz deutlich.

- Element Eisen/Metall/Stahl: Hier geht der Ferro-Trend weiter. Wir sehen Sichtschutz, Tafeln, alles handgeschmiedet. Große Wasserbecken, rostpatinierte Einfassungen, Dekor, der sich im Wind bewegt oder Garten-Räume trennt, Beetschmuck und Rankbögen. Im Design alles eher elegant zeitlos, als verspielt oder neobarock aus dem Baumarkt. Stein: Stein lebt! Aber nur Naturstein. Nach wie vor. Da geht kein Weg daran vorbei. In Deutschland hat sich das noch nicht herumgesprochen. Es geht um Sandstein, Grauwacke, Dolomit, Quarzit, Porphyr. Und wenn Granit, nur grauer Granit. (Chinesische Importware ist out und tabu!). Motto durch die Blume: Lieber europäisch als billiger Asia Import. Crossover: Stilmix ist lebendig, Durchgestyltes belebt nicht. Eine Herausforderung für Gestalter und Auftraggeber. Wo sind die Vorbilder? Wo wird es bereits attraktiv gelebt, wer wagt?

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