Wir waren auf der BUGA 15 Havelregion

Da haben sich die BuGA-Verantwortlichen viel vorgenommen. Zum ersten Mal werden die Schau-Themen auf zwei Bundesländer, nämlich Brandenburg und Sachsen-Anhalt verteilt. In den 5 Städten Rathenow, Hansestadt Havelberg, Premnitz, Brandenburg und Amt Rhinow/Stölln sind die BuGa Areale zu besuchen. Der äußerste Abstand zwischen diesen 5 Regionen beträgt für den Besucher fast 160 km. Man muss also Zeit mitbringen..

Und das ist schon der erste Knackpunkt: Alle 5 Gärten sind an einem Tag nicht zu erkunden, will man sie nicht einfach nacheinander für sich abhaken, sondern bewusst sich darauf einlassen und genießen. Was haben wir gesehen, was blieb hängen?: Überall steht die Pflanze deutlich im Mittelpunkt – und das ist gut so. Es geht den Machern darum, verschiedenste Aspekte der Pflanzenverwendung zu zeigen. Bunte Beete und Bänder, interessante Kombinationen auf großen sowie auch auf kleinen Flächen. Hier werden z.B. verschiedenen Bodendecker kunstvoll kombiniert. Diverse hohe Stauden wie Steppenkerze, Zierlauch, Fackellilie und/oder Rittersporn stehen im Kontrast mit niedrigen Storchschnabel, Glockenblumen oder Gräsern. Alte Rosensorten sind hier auch wiederzuentdecken. Das ist sehr erfreulich.

Blüher werden auf der BuGa lebendig in Szene gesetzt, etwa in kunstvoll bepflanzten Bilderrahmen oder flächig an Wänden oder über mehrere Ebenen. Blumenschauen mit wechselnden Themen (alle 2 Wochen) ziehen Pflanzenliebhaber an. Etwa in einer Kirche, die mittlerweile als beliebter Veranstaltungsort und Treffpunkt dient.

Ein Thema war Natur und Nachhaltigkeit in ganz praktischer, ästhetischer und sinnlicher Form. Obst- und Gemüse, selbst gezogen aus dem eigenen Garten, Thema Urban Gardening. Heißt hier auch: Ohne künstlichen Dünger oder Pestizide. Sichtbar als Thema ist auch die vielfältige Kleingartenkultur, wie sie gerade in Ostdeutschland (Datscha) eine besondere Tradition hat. Auffallend sichtbar für uns war auch der Trend weg von der versiegelten Flächen hin zu wassergebundene Decken und versickerungsfähigen Belägen.

Als Fazit: Ambitioniert waren die Pläne, viel haben wir gesehen und anstrengend war’s. In der Summe blieb nicht so viel hängen. Andere BuGas bewegten und überraschten mehr, waren mehr ein großer Wurf statt Flickenteppich. Vielleicht – und da sind wir uns mit anderen GaLaBauern einig – wirkte alles wie in letzter Minute gepflanzt, sehr bemüht und unter den Möglichkeiten in Szene gesetzt. Die nächste BuGa kommt bestimmt. Die Diesjährige ist noch bis zum 11. Oktober von 9-18 Uhr geöffnet. Und über den Sommer kann sich ja im Havelland noch Einiges entwickeln und zurechtwachsen. Mehr im Web: www.buga-2015-havelregion.de

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