Gartenpflege vom Profi – ein Praxisbericht

Mit schwerem Gerät rückt er an, denn er hat heute noch viel vor: Motorsäge, dazu Helm, Handschuhe, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe. Auch andere Maschinen und eine bunte Vielfalt an Pflanzen hat Landschaftsgärtner Andreas G. in seinem Transporter mitgebracht. Es ist wieder Pflegezeit. Pflegebeispiele sehen Sie hier

Als erstes soll die Hecke geschnitten werden: In dem schönen kleinen Privatgarten seiner Kunden ufert sie an einigen Stellen allzu sehr aus, weist aber auch Trockenschäden auf und braucht dringend eine Schönheitskur. Der Rasen soll heute für die vierte Jahreszeit vorbereitet werden und auch viele Sträucher und der Hausbaum bekommen den letzten Schnitt vor dem Winter, damit sie sich im kommenden Jahr dicht verzweigen. „Im Herbst herrscht bei uns Hochbetrieb“, erklärt Andreas G., „die Gärten und öffentlichen Parks müssen nicht nur auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden, sondern jetzt ist auch die Hauptpflanzzeit für Gehölze und Stauden.“

 

Vorsicht bei der Motorsäge

 

Bevor sich Andreas G. an die Arbeit macht, legt er seine Sicherheitskleidung an. Nachdem er die Hecke in Form gebracht hat, ist die hohe Linde an der Reihe. „Die Risiken beim Arbeiten mit der Motorsäge werden oft unterschätzt“, erläutert der Fachmann, „selbst wenn ein Baum nicht gefällt werden soll, sondern bloß einige Zweige gestutzt werden, ist die richtige Führung der Maschine extrem wichtig, um Verletzungen zu vermeiden. Wer mit der Säge arbeitet, muss permanent mit Rückschlag, Rückstoß und Hereinziehen von Kette und Schiene in den Sägeschnitt rechnen – sogar Kettenglieder können brechen.“ Auch im Interesse des Baumes ist Sorgfalt geboten. Der Landschaftsgärtner sägt größere Äste erst von unten an, bevor er einen zweiten Schnitt von oben ausführt. Dies verhindert, dass die Rinde des Baumes beim Fallen der Äste reißt. „Immer wieder sieht man Bäume, an denen ihre Besitzer zentimeterlange Aststummel zurücklassen. Die Stummel sind nicht nur alles andere als schön, sondern sie verhindern auch die Wundheilung und öffnen Schädlingen den Weg in den Baum“, so Andreas G., der die Äste deshalb mit einem zweiten Ansatz glatt am Stamm abtrennt. Nach dem Schnitt werden Splitter und Erhebungen geglättet und die Wunde sauber, glatt und dicht mit einem speziellen Wundverschlussmittel verschlossen.

Grün und kräftig

Zum Schluss widmet sich Andreas G. dem Rasen, der jetzt ein letztes Mal vor dem Winter gemäht werden darf – allerdings nicht zu kurz! Darüber hinaus vertikutiert ihn der Landschaftsgärtner und arbeitet Sand ein, um ihn gegen Staunässe zu schützen. „Die Bodenqualität ist ganz entscheidend für den Wuchs der Pflanzen“, betont er, „durch eine gute Pflege können der ph-Wert und der Gehalt der Nährstoffe reguliert werden, das ist unter anderem wichtig, um das Unkraut- und Mooswachstum in Schach zu halten.“ Nachdem Andreas G. mit der Bodenpflege fertig ist, stehen noch einige Pflanzarbeiten auf seinem Tagesprogramm. Diese führen ihn in einen mittelgroßen Privatgarten am Hang. „Den habe ich vor einigen Jahren terrassiert und bepflanzt sowie mit gepflasterten Wegen und einer Treppe gestaltet“, erläutert er. Hier sollen noch einige Koniferen und verschiedene Stauden eine neue Heimat finden. Dabei ist der Fachmann ganz in seinem Element: „Im Laufe der Woche kommen noch mehrere Rosenstöcke und Formgehölze in die Erde, das werden mal richtige Schmuckstücke! Viele Gartenbesitzer wünschen sich auch winterblühende Schönheiten, die – jetzt gepflanzt – in den grauen Monaten für leuchtende Farbtupfer im Garten sorgen. Wir beraten über die Ansprüche der Pflanzen und weisen auch auf außergewöhnliche Arten und Sorten hin.“ Zu den typischen Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau gehört im Herbst darüber hinaus die Teichpflege. „Der Gartenteich wird leider oft vernachlässigt“, so Andreas G., „dabei ist die Teichpflege alles andere als Zauberei. Man muss nur wissen, was zu tun ist. Ein Gartenteich muss ebenso auf den Winter vorbereitet werden wie der Rest des Gartens.“

Hinweis: Gartenpflege ist steuerlich absetzbar. Mehr zur steuerlichen Behandlung von Gartenarbeit

Quelle: BGL

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